Paderborn entthront Worms!
Sonntag, 1. April 2012

9. Meistertitel für die Ostwestfalen – Worms gewinnt das zweite Finale mit 3:1 und verliert trotzdem nach Gesamtsatzzahl seinen Titel.

Zwei Mal ballte Simon Rösner kurz die Faust zum Triumph: Nach erneut über fünf Stunden Spielzeit in einem emotionsgeladenen zweiten Finale war es sein 3:0-Sieg, der seiner Mannschaft trotz einer 1:3-Niederlage zum nunmehr 9. Titel verhalf.

Am Freitag hatte Paderborn überraschend in Worms 3:1 gewonnen. Und so war es ein einziger Satz der nach über zwölf Stunden Spielzeit und acht Spielen den Unterschied ausmachte. Hatten die Paderborner am Freitag dominiert, waren es am Sonntag die Wormser, die der Begegnung den Stempel aufdrückten: Carsten Schoor und André Haschker sorgten für eine beruhigende 2:0-Führung durch ihre Siege über Lennart Osthoff und Norman Junge. Im Spitzenspiel zwischen Nick Matthew (Worms) und Peter Barker, der für James Willstrop bei Paderborn ins Team gekommen war, wurde Weltklasse-Squash demonstriert. Am Ende gewann Matthew 3:1 und bei Paderborn lagen die Nerven ziemlich blank: „Wir hatten ganz schön Bange, dass wir ganz zum Schluss den Titel nach unserer tollen Leistung am Freitag noch verlieren“, meinte PSC-Teammanager Norbert Farthing.

Bei der Siegerehrung lobte der Vorsitzender der Deutschen Squash Liga Martin Ritter beide Teams für den tollen Sport, den sie über zwei Tage geboten hatten. Michael Zehe, Teamchef und Mäzen der Wormser gab sich sportlich: „Mein Team hat alles gegeben, hat gekämpft bis zum Umfallen, deshalb bin ich nicht enttäuscht. Im Sport ist es immer so, einmal gewinnt man, einmal verliert man. Ich verspreche, dass wir uns im September beim European Club Championships in Prag revanchieren werden.“

Bevor Norman Farthing für die Paderborner die erste Flasche Schampus köpfte, sagte er: „Wir haben ein phänomenales Finale gesehen, tollen Sport erlebt. Dies war eine perfekte Werbung für unseren Squash-Sport. Spielführer Simon Rösner dankte den Sponsoren, PSC-Präsident Andreas Preising und Manager Norbert Farthing, dem Publikum für ihre Unterstützung und dem ganzen Team: „Unser Spirit war entscheidend, nur dank dieses Zusammenhalts haben wir das große Ziel erreicht.“

 
Wende in Worms um Mitternacht!
Samstag, 31. März 2012

Zwei Spiele entscheiden 2012 über die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Squash: Nach Vor- und Rückrunden waren der aktuelle Meister aus Worms und der Paderborner SC, bisher acht Mal Meister, punktgleich an der Spitze.

Die beiden besten Teams der Republik bestritten nun am Freitagabend in Worms vor vollbesetzter Tribüne und Public Viewing im Nebencourt das erste der beiden Finals. Die Experten waren sich vorher einig: Ging man nach den Ergebnissen im Lauf der Saison waren die Wormser vor allem auf den hinteren beiden Positionen besser besetzt und leicht favorisiert. Und im Bewusstsein der eigenen Stärke legten sie los und gingen durch den Fünfsatzerfolg von Carsten Schoor über Lennart Osthoff in Führung.

Auch im zweiten Spiel sah es dreieinhalb Sätze nach einem Sieg für Worms aus, aber der Wormser André Haschker brachte die Führung gegen Norman Junge nicht nach Hause.

Im Spiel an Position 1 hätte kein wirklicher Squashkenner einen Cent auf James Willstrop (Paderborn) gewettet, obwohl dieser als Nummer 1 der Welt wahrlich eine Bank sein sollte. Aber sein Gegner war der Wormser Engländer Nick Matthew, der seit fünf Jahren nicht mehr gegen seinen Landsmann Willstrop verloren hatte. Doch irgendwann reißt jede Serie. Unglücklicherweise für die Wormser an diesem Abend und so gingen die Paderborner überraschend mit 2:1 in Führung.

Der einzige, der seiner Favoritenrolle völlig gerecht wurde war Paderborns Simon Rösner, derzeitig auf Position 18 in der Welt und Nummer 1 in Deutschland. Ihn konnte Worms’ Jens Schoor nur drei Sätze gefährden und so stand es um 1.35 nach über fünf Stunden Gesamtspielzeit 3:1 für Paderborn.

Die Ostwestfalen haben somit am Sonntag, vor heimischem Publikum im Ahornpark, die Möglichkeit den Sack zuzumachen und den 9. Meistertitel einzufahren.

Weitere Einzelheiten zu den Spielen gibt es im squashnet-Bericht.

 
1. Bundesliga Damen
Pos.TeamSp.guvPunkteSpieleSätzeS-Pkt.
1Squash-Insel Taufkirchen 166001815:335227
2SRC Sportpark Hünxe 1630399:90-22
31. Erlanger SC 1600603:15-35-205

1. Bundesliga Herren
Pos.TeamSp.guvPunkteSpieleSätzeS-Pkt.
1Paderborner SC 1128002836:1260295
2Black & White RC Worms e.V. 1126512830:1842279
3Squash Inn Hamborn 1122431724:245-6
4SI Stuttgart 112047913:35-62-326
51. Bremer SC 112106817:31-45-242

2. Bundesliga Herren Nord
Pos.TeamSp.guvPunkteSpieleSätzeS-Pkt.
11. Bremer SC 21811243844:2848252
2Squash Inn Hamborn 21811253748:2463317
3Hanse Squash Hamburg 79 11810243644:2843314
4Paderborner SC 2187553241:3130249
51. SC Diepholz 1188253140:321223
6SC hot socks Mülheim 1188253140:3211-5
7Der Hamburger SRC 1184362333:39-1419
8SV Neumünster 1182572027:45-45-275
9ST Aplerbeck 1182291526:46-46-260
10SC Turnhalle Niederrhein 1181114717:55-102-634

2. Bundesliga Herren Süd
Pos.TeamSp.guvPunkteSpieleSätzeS-Pkt.
1TBS-Sharks Augsburg 11814114655:17103553
21. Erlanger SC 11812114251:2183427
3SC Monopol Frankfurt 11810524149:2373385
41. SL Schwandorf 1186533240:321546
5Königsbrunner SC 1189063039:333109
6S.C. Yellow Dot Maintal 1185282237:35425
7SC Deisenhofen 11842101825:47-59-337
8Black & White RC Worms e.V. 21833101725:47-54-332
9Squash-Pointers Gießen 11832121424:48-65-376
10RSC München 1181214815:57-103-500

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